Während der Projektwoche arbeiteten alle Klassen der Hartmann-Baumann-Schule an unterschiedlichen Themen. Dabei entstanden vielfältige Ergebnisse, die sowohl handwerkliches Geschick als auch Kreativität und Ausdauer erforderten.

Die Projekte reichten von Frühlingsarbeiten über naturwissenschaftliche Themen bis hin zu praktischen Gestaltungsaufgaben im Schulgarten und zur Vorbereitung der Abschlussfeier der Viertklässler.

Klasse 1a: Frühling im Klassenzimmer

Die Klasse 1a widmete sich in ihrer Projektwoche ganz dem Thema Frühling. Ein Schwerpunkt lag auf dem Kennenlernen von Frühblühern.

Die Kinder pflanzten verschiedene Frühlingsblumen und gestalteten die dazugehörigen Blumentöpfe. Diese wurden österlich verziert, unter anderem mit Hasenohren und Hasengesichtern, sodass kleine, dekorative Frühlingsgefäße entstanden.

Auch das Basteln spielte eine wichtige Rolle. Die Schülerinnen und Schüler stellten Osternester aus Pappmaché her. Dazu wurden die Nester zunächst selbst geformt, anschließend getrocknet und gestaltet. Am Ende wurden sie mit kleinen Überraschungen befüllt.

Ein weiterer Bestandteil der Projektwoche war das Einüben eines Frühlingstanzes. Mit bunten Tüchern probten die Kinder verschiedene Bewegungen und stellten diese später vor.

Klassen 1b und 1c: Die Welt der Bienen entdecken

Die Klassen 1b und 1c beschäftigten sich intensiv mit dem Thema Biene. Die Schülerinnen und Schüler lernten, wie sich eine Biene vom Ei zur erwachsenen Biene entwickelt und welche Körperteile sie besitzt. Außerdem setzten sie sich mit der Entstehung von Honig auseinander und erfuhren, welche Aufgaben eine Arbeiterbiene übernimmt. Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Frage, wie Menschen Bienen im Alltag unterstützen können.

Ein geplanter Besuch einer Schlossgarten-Imkerin aus Schwetzingen musste krankheitsbedingt verschoben werden. Der Termin wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Neben den Sachthemen arbeiteten die Kinder auch kreativ. Aus leeren Dosen entstanden „Dosenbienen“, die mit viel Sorgfalt gestaltet wurden.

In der Klasse 1b probierten die Kinder verschiedene Honigsorten, darunter Kastanienhonig, Auwaldhonig und Blütenhonig. Anschließend wählten sie ihren persönlichen Favoriten.

In der Klasse 1c entstanden thematisch passende Bilder. Dabei nutzten die Kinder Luftpolsterfolie, um Wabenstrukturen auf ihre Kunstwerke zu stempeln.

Klassen 2a und 2b: Frühlingsmarkt der Zweitklässler

Auch die Klassen 2a und 2b arbeiteten rund um das Thema Frühling. Unter dem Motto „Herzlich willkommen zum Zweitklässler Frühlingsmarkt“ entstanden zahlreiche Bastelarbeiten und Lernangebote.

Die Kinder stellten Hasenfiguren her, die mit selbstgestickten Karotten ausgestattet wurden.

Außerdem bastelten sie Hyazinthen aus Zewarollen und Krepppapier.

Mit Hilfe von Luftpolsterfolie entstanden ausdrucksstarke Bilder mit Frühlingsmotiven, auf denen Schmetterlinge und Blumenlandschaften zu sehen waren.

Ergänzend dazu arbeiteten die Schülerinnen und Schüler an verschiedenen Lernstationen, die sich mit typischen Aspekten des Frühlings beschäftigten.

Bewegungsparcours für die ersten und zweiten Klassen

Für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 und 2 wurde in der Sporthalle von unserer Sportlehrerin ein Bewegungsparcours aufgebaut.

Unter dem Motto „Angsthasenprüfung“ konnten die Kinder verschiedene Stationen durchlaufen, bei denen Geschicklichkeit, Koordination und Mut gefordert waren.

Die Stationen umfassten unter anderem:

  • Eierlaufen
  • Durchkriechen eines Tunnels
  • Zielwerfen
  • Schwingen an einem Tau von einer Seite einer Bank zur anderen, ohne zwischendrin auf die Matte zu kommen
  • Balancieren
  • Kegeln, wobei der Ball von einer schiefen Matte abgerollt werden musste, um die Kegel zu treffen
  • Sprünge von einem hohen Kasten, mit dem Ziel, auf einer Bodenmatte zu landen, auf der ein Hase aufgemalt war – je weiter das Kind sprang, desto besser („Wer schafft es bis zu den Ohren?“)

Alle Schülerinnen und Schüler konnten die Stationen in ihrem eigenen Tempo durchlaufen.

Am Ende erhielt jedes Kind eine Urkunde als Erinnerung an die erfolgreich bestandene „Angsthasenprüfung“.

Klasse 3a: Die fünf Sinne mit allen Sinnen entdecken

Die Klasse 3a widmete sich dem Thema „Mit allen Sinnen“. Ziel war es, die fünf Sinne bewusst wahrzunehmen und ihre Bedeutung im Alltag kennenzulernen.

Im Bereich Fühlen stellten die Kinder eigene Fühlboxen aus Schuhkartons her. Diese wurden zunächst gestaltet und anschließend mit unterschiedlichen Materialien befüllt.

 

Zusätzlich entstand ein sogenannter „Fühlteppich“: Auf einem großen Plakat wurden verschiedene Materialien zu einer tastbaren Fläche zusammengestellt.

Auch der Geschmackssinn wurde einbezogen. Gemeinsam bereiteten die Kinder einen Obstsalat zu. Beim Hören bastelten sie Rasseln und experimentierten mit verschiedenen Klängen. Kreative Bilder wurden passend zu Musik gemalt.

Im Außenbereich nutzten die Kinder den nahegelegenen Barfußparcours auf dem HÖP-Gelände. Außerdem führten sie eine Übung durch, bei der sie mit geschlossenen Augen Geräusche bewusst wahrnahmen. Ergänzend dazu standen im Klassenzimmer verschiedene Stationen zu den Sinnen bereit.

Klassen 3b und 3c: Der Schulgarten nimmt Gestalt an

Die Klassen 3b und 3c arbeiteten an einem umfangreichen Projekt zur Gestaltung der Außenterrasse der Hartmann-Baumann-Schule. Dabei wurde der Bereich begrünt und als Ort zum Verweilen für die Schülerinnen und Schüler gestaltet.

Vorbereitung und Aufbau der Hochbeete

Zu Beginn wurden vier Hochbeete aufgebaut und anschließend bepflanzt. Dabei setzten die Kinder unter anderem Radieschen, Karotten, Frühblüher und verschiedene Kräuter ein.

 

Zusätzlich entstanden weitere Beete in zwei ausrangierten Autoreifen.

Die Schülerinnen und Schüler brachten von zuhause zahlreiche Materialien mit, darunter Steine, Muscheln, Äste, Zweige und Blumenzwiebeln. Die Steine und Muscheln wurden farbig bemalt und dienten später zur Verzierung der Beete.

Bau von Insektenhotel und Sitzmöbeln

Im Rahmen der Gartengestaltung entstand auch ein Insektenhotel. Dazu wurde eine Kiste mit verschiedenen Naturmaterialien gefüllt, um Insekten geeignete Nistmöglichkeiten zu bieten.

Parallel dazu entstanden aus Europaletten Sitzmöbel für die Terrasse. Diese Arbeit erforderte mehrere Schritte: Zunächst mussten die Paletten abgeschliffen und anschließend geölt werden. Diese Tätigkeiten verlangten Ausdauer und Sorgfalt, da das Schleifen körperlich anstrengend war. Einige Paletten müssen noch fertig geölt werden. Der endgültige Zusammenbau erfolgte durch die Hausmeister. Für die Sitzgelegenheiten sollen noch Sitzkissen angeschafft werden.

Dekoration und Gestaltung

Auch dekorative Elemente wurden hergestellt. Äste wurden mit bunten Wollfäden umwickelt und als Dekostöcke in den Beeten platziert. Holzkochlöffel wurden bemalt und als Figuren wie Bienen oder Marienkäfer gestaltet.

Darüber hinaus entstanden Wimpel aus Stoffresten, die später zur Verzierung eingesetzt werden. Jede Schülerin und jeder Schüler bepflanzte außerdem einen kleinen Blumentopf mit Kressesamen, der mit nach Hause genommen werden konnte.

Das Projekt entwickelte sich zu einem Gemeinschaftsvorhaben, bei dem viele unterschiedliche Arbeiten zusammenkamen und sichtbar wurde, wie aus einzelnen Schritten ein größeres Gesamtbild entsteht.

Klassen 4a und 4b: Vorbereitung der Abschlussfeier

Die Klassen 4a und 4b nutzten die Projektwoche zur Vorbereitung ihrer Abschlussfeier. Da das Ergebnis erst bei der Feier präsentiert werden soll, können an dieser Stelle nur einige Einblicke gegeben werden.

Die Arbeiten orientieren sich am Thema „Punkte“, ausgehend vom Buch „Punkte“ von Giancarlo Macrì. Die Schülerinnen und Schüler gestalteten unter anderem ein großes Plakat, auf dem sie selbst mit ihrem eigenen Schattenriss zu sehen ist. Diese Schattenrisse wurden mehrfach mit farbigen Punkten umrahmt.

Zusätzlich probten die Kinder einen Tanz, entwickelten erste Sketche und gestalteten Einladungen für die Abschlussveranstaltung.

Präsentation am letzten Projekttag

Am letzten Projekttag waren Eltern, Verwandte und Bekannte nach der großen Pause eingeladen, einen Einblick in die entstandenen Arbeiten zu erhalten. Viele Gäste nutzten diese Gelegenheit. In den Fluren und Klassenräumen entstand ein lebendiger Austausch zwischen den Lehrerinnen, Kindern und Besuchern.

Begleitend zur Präsentation gab es mehrere zusätzliche Aktionen. Ein Büchertisch der Buchhandlung Gansler bot eine Auswahl an Kinderbüchern an, darunter auch Titel passend zu den Themen der Projektwoche.

Großen Zuspruch fand auch das Schätzglas. Die Besucher konnten schätzen, wie viele Ostereier sich in einem Glas befinden. Dabei galt: Schätzen ist nicht raten. Die Auflösung erfolgt nach den Osterferien. Dann werden auch die Gewinner bekanntgegeben.

Ein weiterer Programmpunkt war die Ausstellung der Finalisten im Wettbewerb „Schulmaskottchen“. Hintergrund ist die Suche der Schule nach einem eigenen Maskottchen. Viele Kinder hatten Vorschläge gezeichnet, aus denen die Mini-SMV eine Vorauswahl getroffen hat. Die Finalisten wurden nun erstmals öffentlich präsentiert. Nach den Osterferien werden die Vorschläge in einer Schulversammlung vorgestellt, anschließend folgt die Abstimmung aller Grundschülerinnen und Grundschüler und Lehrkräfte.

Abschluss der Projektwoche

Am Ende der Woche wurde sichtbar, wie unterschiedlich die einzelnen Projekte angelegt waren und wie vielfältig gearbeitet wurde. In allen Klassen wurde geplant, ausprobiert, gestaltet und über mehrere Tage hinweg an Ergebnissen gearbeitet.

Viele Arbeiten entstanden in mehreren Schritten und erforderten Aufmerksamkeit und Ausdauer. Besonders bei handwerklichen Tätigkeiten zeigte sich, dass sorgfältiges Arbeiten Zeit braucht und nicht jeder Schritt sofort gelingt. Gleichzeitig bot die Projektwoche Raum für eigene Ideen und neue Erfahrungen.

Die Präsentation am letzten Tag machte die Ergebnisse für andere sichtbar und zeigte, wie unterschiedlich die Themen umgesetzt wurden. In den Klassenräumen und Fluren konnte nachvollzogen werden, womit sich die Schülerinnen und Schüler während der Woche beschäftigt hatten und welche Ergebnisse daraus hervorgegangen sind.

Meinungen von Schülerinnen und Schülern zur Projektwoche

„Mir hat gefallen, dass wir so viel selbst machen konnten.“

„Es war schön zu sehen, was am Ende aus unserer Arbeit geworden ist.“

„Ich habe Dinge gemacht, die ich vorher noch nie ausprobiert habe.“

„Manchmal war es anstrengend, aber am Ende hat es sich gelohnt.“

Bei strahlendem Sonnenschein nahmen auch in diesem Jahr die Schülerinnen und Schüler der ersten und zweiten Klassen der Hartmann-Baumann-Schule mit großer Freude am Sommertagszug der Stadt Hockenheim teil.

Bereits in den Wochen vor dem Fest wurde in den Klassenräumen fleißig gearbeitet. Im Unterricht beschäftigten sich die Kinder mit der Tradition des Hockenheimer Sommertagszuges und gestalteten mit viel Kreativität ihre eigenen Sommertagsstecken.

Dabei entstanden verschiedene frühlingshafte Motive, die die Vorfreude auf die wärmere Jahreszeit zum Ausdruck brachten.

Die Kinder der Klasse 1a gestalteten fröhliche Hasen auf Skateboards, die mit bunten Frühlingsblumen verziert waren.

In der Klasse 1b entstanden farbenfrohe Vögel mit roten Tulpen.

Die Klasse 1c fertigte lachende Sonnen mit bunten Kreppstrahlen an.

In den Klassen 2a und 2b entstanden fröhliche Frösche mit bunten Blumen.

Am Sonntag, den 22. März, trafen sich die Kinder gemeinsam mit ihren Klassenlehrerinnen, um am Umzug durch die Hockenheimer Innenstadt teilzunehmen.

Stolz trugen sie ihre selbst gestalteten Stecken und gingen gemeinsam den Weg bis zum Gartenschaupark. Entlang der Strecke sorgten die vielen bunt gestalteten Stecken für eine fröhliche Atmosphäre.

Ein besonderer Programmpunkt war die traditionelle Verbrennung des Schneemanns auf dem Gelände des Gartenschauparks.

Gemeinsam mit den anderen Teilnehmenden beobachteten die Kinder, wie symbolisch der Winter verabschiedet und der Frühling begrüßt wurde.

Für viele Kinder ist dieser Brauch jedes Jahr ein eindrucksvolles Erlebnis, das den Wechsel der Jahreszeiten verdeutlicht.

Zum Abschluss des Vormittags erhielten die Kinder eine Brezel, die vom Hockenheimer Marketingverein gespendet wurde.

Nach dem Umzug war diese Stärkung sehr willkommen und bildete einen schönen Abschluss eines gelungenen Tages.

An der Hartmann-Baumann-Schule wurde auch in diesem Jahr wieder der beliebte Mathe-Känguru-Wettbewerb durchgeführt. Insgesamt nahmen 51 Schülerinnen und Schüler aus den 3. und 4. Klassen teil und stellten ihr mathematisches Können unter Beweis.

Der Känguru-Wettbewerb ist ein internationaler Mathematikwettbewerb, der einmal jährlich stattfindet und darauf abzielt, Freude an mathematischem Denken und Knobeln zu fördern. Die Aufgaben sind abwechslungsreich gestaltet und reichen von logischen Rätseln über Rechenaufgaben bis hin zu kniffligen Problemstellungen, die oft kreatives Denken erfordern. Dabei geht es weniger um reines Auswendiglernen, sondern vielmehr um das geschickte Kombinieren und Verstehen mathematischer Zusammenhänge.

Die Auswertung erfolgt zentral, sodass alle teilnehmenden Kinder nach denselben Kriterien bewertet werden. Für jede richtige Antwort gibt es Punkte, falsche Antworten führen je nach Aufgabentyp zu Punktabzug. Am Ende erhält jedes Kind eine Urkunde sowie ein kleines Knobelspiel als Anerkennung.

Eine besondere Auszeichnung ist der sogenannte „Känguru-Sprung“. Dieser wird an das Kind vergeben, das die meisten aufeinanderfolgenden richtigen Antworten erzielt hat – unabhängig von der Gesamtpunktzahl.

Ein alter Haustürschlüssel kann der Anfang einer ziemlich unglaublichen Geschichte sein. Genau mit so einem Schlüssel überraschte Alex Rühle die Erst- und Zweitklässler der Hartmann-Baumann-Schule. Mit seiner Lesung aus dem ersten Band der Zippel-Reihe, „Zippel, das wirklich wahre Schlossgespenst“, nahm er die Kinder mit in eine Welt, in der es hinter ganz gewöhnlichen Türen plötzlich spukt.

Zunächst stellte sich der Autor den Kindern vor. Er erzählte, dass er aus München komme und in einem über 120 Jahre alten Haus wohne. Dieses Haus habe sogar noch ein richtig altes Schloss an der Haustür. Zum Beweis zog er seinen Haustürschlüssel hervor. Ein langer, schwerer Schlüssel mit einem ausgeprägten Schlüsselbart, wie man ihn heute kaum noch kennt. Genau dort, in einem solchen Türschloss, beginnt die Geschichte von Zippel.

Paul hört eine Stimme im Türschloss

Unter ihm wohnt Paul mit seinen Eltern. Paul geht in die zweite Klasse und ist ein Schlüsselkind. Eines Tages kommt er nach Hause, schließt die Tür auf und hört plötzlich eine seltsame Stimme aus dem Schloss. Denn im Türschloss wohnt, bislang gut verborgen, ein Gespenst. Und weil es im Schloss wohnt, ist es selbstverständlich ein Schlossgespenst.

Mit viel Gespür für Timing und mit wandelbarer Stimme las der Autor die Szene vor, in der Paul und Zippel sich zum ersten Mal begegnen. Vorsichtig lugt das kleine Gespenst aus dem Schlüsselloch hervor, redet ohne Punkt und Komma und bringt Paul mit seinen schrägen Gedanken gehörig durcheinander. Paul ist zunächst irritiert, doch schnell merkt er, dass dieses Gespenst vor allem eines ist: urkomisch. Er gibt ihm den Namen Zippel. Bei Erwachsenen verschwindet Zippel übrigens sofort. Sie können ihn weder sehen noch hören. Nur Kinder haben das Glück, ihm zu begegnen.

Schon beim Kennenlernen entstehen herrlich witzige Dialoge. Zippel verdreht Wörter, verwechselt ähnlich klingende Begriffe und nimmt alles ganz genau. Ständig hat er Quatsch im Kopf. Alex Rühle versteht es meisterhaft, diese Sprachspiele lebendig werden zu lassen. Er spricht nicht einfach wie Zippel, vielmehr scheint es, als wäre Zippel selbst im Raum. Die Kinder hängen an seinen Lippen. Ganz ohne große Show wirkt allein die Kraft der Geschichte, getragen von der Stimme des Autors.

Mandarine, Spaghetti und ein Wasserfall im Wohnzimmer

Besonders viel gelacht wurde bei der Szene, in der Paul eine Mandarine isst. Während Paul genüsslich eine Spalte nach der anderen verspeist, beobachtet Zippel ihn fassungslos. Für das Schlossgespenst sieht es so aus, als würde das Essen einfach verschwinden. Für ihn ist das ein Zaubertrick. Eben war die Mandarine noch da und plötzlich ist sie weg. Als Paul später auch noch Spaghetti isst, ist Zippel endgültig verwirrt. Er staunt, dass in Pauls Bauch nun eine Mandarine und auch noch Spaghetti sein sollen. Bleibt das alles für immer dort drin? Paul muss seinem neuen Freund erst einmal erklären, wie Verdauung funktioniert. Auf der Toilette ist Zippel dann vollkommen begeistert von der Spülung. Für ihn rauscht plötzlich ein ganzer Wasserfall durch die Wohnung.

Immer wieder bezog Alex Rühle die Kinder aktiv ein. Als Paul die Mandarine schälte, machten die Schülerinnen und Schüler die Bewegungen begeistert mit. Später sollten sie Zutaten für ein Spaghettigericht nennen. Tomaten, Käse, Basilikum und noch vieles mehr wurde laut in den Raum gerufen.

Unterstützt wurde die Geschichte von ausdrucksstarken Illustrationen, die der Autor zeigte. Die Bilder stammen von Axel Scheffler, der unter anderem durch „Der Grüffelo“ bekannt wurde. Seine Zeichnungen fangen nicht nur Zippels Tollpatschigkeit und seinen Witz kongenial ein, sondern lassen auch die Handlung der Geschichte lebendig werden und machen viele Szenen auf einen Blick anschaulich, sodass die Kinder dem Geschehen noch leichter folgen konnten.

Turbulenzen im Klassenzimmer

Im dritten Leseabschnitt wurde es turbulent. Paul hat seinem Freund eine klare Regel aufgestellt: Zippel darf nicht mit in die Schule. Doch natürlich kommt es anders. Heimlich versteckt sich das Schlossgespenst in Pauls Schultasche. Dort sorgt es bald für reichlich Verwirrung. Besonders Tim und Tom, zwei Mitschüler, die Paul immer wieder ärgern und ihm sogar das Pausenbrot wegnehmen, bekommen Zippels Einfallsreichtum zu spüren.

Zippel beobachtet die Gemeinheiten genau. Für ihn steht fest, dass man Freunde verteidigen muss. Zum Glück besitzt er eine ganz besondere Fähigkeit. Er kann Stimmen perfekt nachmachen, wenn er sie nur einmal gehört hat. Im Unterricht von Herrn Ampelmeier ertönt plötzlich eine freche Bemerkung mit der Stimme von Tim oder Tom. Aus Herrn Ampelmeier wird Herr Hampelmeier oder sogar Herr Ampelmännchen. Später fällt auch noch der Name Herr Strampelanzug. Der Lehrer ist empört und glaubt natürlich, einer der beiden Jungen habe ihn verspottet. Tim und Tom geraten ordentlich in Schwierigkeiten.

Sie sind überzeugt, dass Paul dahintersteckt und seine Stimme verstellt hat. Von Zippel wissen sie nichts. Nach der Schule lauern sie Paul auf. Doch diesmal ist Paul nicht mehr so ängstlich wie früher. Er weiß, dass er nicht allein ist. Zippel steht ihm bei und sorgt mit seinen Einfällen dafür, dass Tim und Tom schließlich klein beigeben. Von da an lassen sie Paul in Ruhe.

Eine Lesung, die Lust aufs Lesen macht

Wie sehr den Kindern die Lesung gefallen hat, merkte man am Ende deutlich. Die Zeit war wie im Flug vergangen. Viele hätten nur zu gerne noch weiter zugehört. Es war diese besondere Mischung aus Spannung, Witz und lebendigem Vortrag, die die Veranstaltung zu einem eindrücklichen Erlebnis machte und im besten Sinne Lust aufs Weiterlesen weckte.

Im Anschluss hatten die Kinder die Möglichkeit, ein Zippel-Buch zu erwerben. Die Buchhandlung Gansler hatte einen ansprechend gestalteten Büchertisch mit allen Bänden der Reihe vorbereitet. Seit vielen Jahren unterstützt die Buchhandlung die Schule zuverlässig bei der Organisation und Durchführung von Lesungen. Geduldig signierte Alex Rühle die Bücher und versah sie ganz im Stil von Zippel mit bunten Zeichnungen und fröhlichen Farben.

Für manche Kinder war Zippel bereits ein alter Bekannter. Im Lesebuch der Schule findet sich ein Textauszug, einige besitzen sogar das Buch oder kennen die Geschichte als Hörfassung. Doch nach dieser Lesung waren sich alle einig: Zippel muss man einfach selbst lesen.

Ein Schlossgespenst im Türschloss hat an diesem Vormittag nicht nur für viele Lacher gesorgt, sondern vor allem eines bewirkt: große Freude am Lesen.

 

In Zusammenarbeit mit der Hopp Foundation fand in den dritten Klassen der Hartmann-Baumann-Schule ein abwechslungsreicher Workshop zum Thema „Erste Schritte ins Netz“ statt.

Die Klassen 3a, 3b und 3c erhielten dabei die Gelegenheit, sich intensiv und zugleich spielerisch mit den Grundlagen der digitalen Welt auseinanderzusetzen. Geleitet wurde das Projekt von Frau Dr. Meike Uhrig, die die Inhalte altersgerecht und praxisnah vermittelte.

Ziel des Workshops war es, den Schülerinnen und Schülern einen sicheren und verantwortungsvollen Einstieg in die Internetnutzung zu ermöglichen. Schritt für Schritt lernten die Kinder, wie Suchmaschinen sinnvoll eingesetzt werden können, woran man zuverlässige Informationen erkennt und weshalb ein respektvolles Verhalten im digitalen Raum genauso wichtig ist wie im Klassenzimmer.

Mit großer Neugier und viel Engagement brachten sich die Kinder in die verschiedenen Übungen und Gesprächsrunden ein. Sie probierten aus, wie eine gezielte Recherche funktioniert, worauf bei der Auswahl geeigneter Webseiten geachtet werden sollte und welche möglichen Risiken im Internet bestehen. Sämtliche Inhalte wurden dabei verständlich, anschaulich und stets auf die Lebenswelt der Grundschulkinder abgestimmt vermittelt.

Der Workshop stellte damit einen wichtigen Baustein in der Medienbildung an unserer Schule dar und unterstützte die Schülerinnen und Schüler dabei, sich sicher und selbstbewusst in der digitalen Welt zu bewegen.

In diesem Schuljahr hat die Hartmann-Baumann-Schule zum ersten Mal am bundesweiten Informatik-Biber-Wettbewerb teilgenommen. 31 Kinder aus den beiden 4. Klassen knobelten an spannenden Aufgaben aus dem Bereich Informatik. Sie arbeiteten dabei allein oder zu zweit.

Gute Vorbereitung auf den Wettbewerb

Schon eine Woche vor dem eigentlichen Wettbewerbstag konnten sich die Kinder vorbereiten. An einem Übungsnachmittag bearbeiteten sie Aufgaben aus einem früheren Informatik-Biber-Wettbewerb. Alles lief dabei wie am echten Wettbewerbstag ab. Anschließend wurden die Aufgaben gemeinsam besprochen und die Lösungen erklärt.

Volle Konzentration beim Knobeln

Am Wettbewerbstag arbeiteten die Schülerinnen und Schüler sehr konzentriert und ausdauernd. Viele entschieden sich für die Arbeit im Team. Dabei zeigten sie, wie gut sie zusammenarbeiten können, sich gegenseitig helfen und gemeinsam Lösungen finden.

Starke Leistungen bei der Premiere

Die Ergebnisse der ersten Teilnahme sind sehr erfreulich. Elf Kinder erreichten einen 3. Rang. Besonders erfolgreich waren Helene und Isabelle aus der Klasse 4a, die mit einer sehr hohen Punktzahl einen 1. Preis erzielten.

Beim Informatik-Biber gibt es für jede richtige Antwort Punkte. Schwierige Aufgaben bringen mehr Punkte als leichtere. Für falsche Antworten werden wenige Punkte abgezogen. So zählt nicht nur das Wissen, sondern vor allem genaues Nachdenken.

Als Anerkennung für die erstmalige Teilnahme erhielt die Hartmann-Baumann-Schule vom Veranstalter einen Plüsch-Biber, der sicher einen schönen Platz in der Schule finden wird.

Was ist der Informatik-Biber?

Der Informatik-Biber ist Deutschlands größter Schülerwettbewerb im Bereich Informatik. Jedes Jahr nehmen Schülerinnen und Schüler von der Grundschule bis zur Oberstufe daran teil.

Für den Wettbewerb sind keine Programmierkenntnisse nötig. Die Aufgaben fördern logisches Denken, genaues Lesen und das Erkennen von Zusammenhängen. Die Kinder lösen alltagsnahe Aufgaben und lernen dabei spielerisch, wie Informatik funktioniert.

Ein gelungener Start

Die erste Teilnahme am Informatik-Biber war für die Hartmann-Baumann-Schule ein voller Erfolg. Die Kinder hatten viel Freude am Knobeln und waren stolz auf ihre Leistungen. Deshalb steht bereits fest: Auch im nächsten Jahr wird die Schule wieder am Informatik-Biber teilnehmen.

Einen ganz besonderen Besuch erlebten die Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen der Hartmann-Baumann-Schule:

Die Kinderbuchautorin Iris Genenz war zu Gast und stellte ihr Buch „Mein geheimes Leben als Monsterjäger – Warum du niemals in einen Gully fallen solltest“ vor.

Jede Klasse erhielt ihre eigene Lesung. Dieses bewusste Konzept sorgte für eine intensive Atmosphäre und gab den Kindern viel Raum für Fragen, Mitmachen und eigene Ideen.

So wurde jede Lesung zu einem ganz persönlichen Erlebnis.

Eine echte Monsterjägerin und ihr Assistent

Schon beim Betreten des Raumes war klar, dass Iris Genenz an diesem Vormittag nicht nur als Autorin auftrat.

Gekleidet in einen blauen Monsterjäger-Overall und mit einer speziellen Monsterjäger-Brille, mit der man magische Auren erkennen kann, stellte sie sich den Kindern als echte Monsterjägerin vor. Monsterjäger arbeiten allerdings nicht allein.

Deshalb war auch ihr Mann Dimo dabei, ihr Assistent, ebenfalls im Overall, der an die Monsterjäger aus Ghostbusters erinnerte.

Monsterjäger / Monsterjägerin gesucht

Statt direkt aus dem Buch vorzulesen, führte Iris Genenz die Kinder zunächst in den anspruchsvollen Beruf einer Monsterjägerin ein.

Viele Menschen glauben heute ja nicht mehr an Monster, erklärte sie. Doch das sei ein großer Irrtum. Monster gebe es sehr wohl.

Und da dringend Nachwuchs gebraucht werde, fragte sie die Kinder, wer sich vorstellen könne, Monsterjäger oder Monsterjägerin zu werden.

Zwar warnte sie davor, dass es weder Wochenenden noch Feierabende gebe, doch das hielt kaum jemanden zurück. Fast alle Hände gingen nach oben.

Ein Wobbelbobbler in der Schule

Dann lüftete Iris Genenz ein Geheimnis: In der Hartmann-Baumann-Schule lebe ein Monster. Sie habe es auf der Toilette entdeckt.

Sein bestialischer Gestank und seltsame Geräusche hätten es verraten. Es handle sich um einen sogenannten Wobbelbobbler.

Dieses Monster hat Blasen auf der Haut, die, wenn sie platzen, für einen üblen Geruch sorgen. Einen Geruch, den jedes Kind nur allzu gut kennt.

Mit einem Augenzwinkern erklärte sie, der Wobbelbobbler habe sich in der Schule eingenistet. Doch Entwarnung folgte sofort. Als erfahrene Monsterjägerin habe sie ihn bereits gefangen.

Zum Beweis lief ihr Assistent durch die Reihen und zeigte ein Glas mit einem schleimigen, geschrumpften Monster darin.

Die Kinder schmunzelten und beugten sich neugierig vor, um einen Blick auf das eingefangene Monster zu erhaschen.

Wie Monster gefangen werden

Wie man Monster fängt, erklärte Iris Genenz, hänge immer vom jeweiligen Monster ab. Auf ihre Frage, wie man wohl einen Wobbelbobbler fangen könne, sprudelten die Ideen der Kinder nur so hervor.

Dabei machte sie deutlich, dass alle Monster Lebewesen seien. Sie dürfen eingefangen werden, dabei aber keinen Schaden nehmen.

Beim Wobbelbobbler helfe eine Nadel. Mit ihr sticht man in seine Blasen. Da er keinen Schmerz empfindet, fällt er einfach zusammen, wird ganz klein und kann sicher eingefangen werden.

Charly fällt in den Gully … und das Abenteuer beginnt

Charly ist ein ganz normaler Junge, bis er an Halloween durch ein Missgeschick in ein Abenteuer gerät. Auf dem Weg zu einer Halloween-Party fällt er in einen Gully und kommt dabei mit einer geheimnisvollen, magischen Substanz in Berührung.

Kurz darauf begegnet er Béron und Epona, zwei Monsterjägern aus einer anderen Welt, die nur an Halloween durch ein Portal in die Menschenwelt gelangen.

Zunächst halten sie Charly für ein magisches Wesen, doch schnell wird klar, dass er etwas Besonderes ist.

Er hat ein ungewöhnliches Gespür für Monster, begegnet ihnen ohne Angst und geht selbst mit gefährlichen Kreaturen erstaunlich ruhig um. Beeindruckt von seinem Talent nehmen ihn die Monsterjäger in ihre Obhut und führen ihn in ihre Arbeit ein.

Schritt für Schritt wird Charly Teil der Monsterjäger und hilft dabei, Monster aufzuspüren und sicher in ihre Welt zurückzubringen.

Der Nachtschreck wird erschreckt

Iris Genenz las nun die spannende Passage vor, in der Charly dem Nachtschreck begegnet. Dieses Monster kann man nicht einfach festhalten oder schrumpfen lassen.

Nachtschrecke müssen selbst erschreckt werden. Erst dann werden sie kleiner. Sechs Kinder durften diese Szene begleiten, indem sie an genau festgelegten Stellen auf einen Knopf drückten, der die passenden Geräusche erzeugte.

Als im Text zu hören war:

„Er gab ein fiependes Geräusch von sich, wie ein Ballon, aus dem die Luft rausgelassen wurde, und schrumpfte zusammen“,

ertönte zeitgleich ein täuschend echt klingendes Geräusch, das die Szene für einen Moment lebendig werden ließ.“

Die Kinder fieberten mit, bis der Nachtschreck schließlich auf die Größe einer Katze geschrumpft war und eingefangen werden konnte.

Das Klassenmonster entsteht

Anschließend war Kreativität und Fantasie gefragt. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern entstand zum Beispiel das Klassenmonster der Klasse 4a.

Die Kinder bestimmten Schritt für Schritt, wie es aussehen sollte. Iris Genenz setzte die Ideen zeichnerisch um.

So bekam das Monster einen Stierkopf, Hasenzähne, eine Katzenpfote, Hasenbeine, Adlerflügel und ein Ringelschwänzchen. Natürlich brauchte das Monster auch einen Namen. Ein Schüler taufte es „Das It“.

Jedes Monster kann etwas, erklärte Iris Genenz. Welche besonderen Fähigkeiten „Das It“ haben sollte, entwickelte sie gemeinsam mit den Kindern:

Es kann fliegen, da es Flügel habe, auf Hochhäuser springen und wie ein Rammbock rammen.

Zum Schluss musste die Klasse noch festlegen, wie man dieses Monster einfangen könne, also was seine besondere Schwachstelle sei. Die Lösung war schnell gefunden: Mit Karotten.

Monsterjäger-Prüfung bestanden

Zum Abschluss setzte Iris Genenz ihre Monsterjäger-Brille auf. Mit ihr könne sie erkennen, welche Kinder den sogenannten magischen Funken hätten.

Ob aus den Schülerinnen und Schülern tatsächlich Monsterjäger geworden waren, zeigte die letzte Prüfung.

Das Schatzmonster Egon hatte eine Truhe mit einem Zahlenschloss bewacht. Drei Fragen mussten beantwortet werden, die Antworten ergaben in der richtigen Reihenfolge den Zahlencode.

Die Kinder hatten aufmerksam zugehört und knackten den Code ohne Probleme. Die Monsterjäger-Prüfung war bestanden. Als Belohnung gab es Autogrammkarten.

Fragen an die Autorin

Den Abschluss bildete eine ausgiebige Fragerunde, die die Kinder eifrig nutzten.

Sie wollten wissen, wie lange Iris Genenz an dem Buch geschrieben habe. Sechs Monate, lautete ihre Antwort, wobei die Zeit für das Erfinden der Geschichte noch hinzukomme.

Auch die Frage, ob sie mit Stift oder PC schreibe, wurde gestellt. Mit dem Stift sei es kreativer, erklärte sie, geschrieben habe sie das Buch jedoch am Computer, da der Verlag eine digitale Vorlage benötige.

Auf die Frage, wie ein Buch veröffentlicht werde, erzählte sie, dass eine Literaturagentur dabei helfen könne, den Kontakt zu Verlagen herzustellen.

Danke an Frau Gansler

Die Lesungen wurden in enger Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Gansler organisiert, die die Schule seit Jahren bei solchen Veranstaltungen unterstützt.

Frau Gansler hatte einen liebevoll gestalteten Büchertisch mit einer Auswahl an Büchern von Iris Genenz aufgebaut.

Viele Kinder nutzten die Gelegenheit, ein Buch zu kaufen und es sich direkt signieren zu lassen.

In den Klassen 2a und 2b drehte alles um das Thema Robotik. Schulleiter Marcus Roth führte einen Workshop mit den Bee-Bots durch und brachte den Kindern die ersten Grundlagen des Programmierens näher.

Einführung in die Welt der Bee-Bots

Zu Beginn erhielten die Kinder eine kurze, verständliche Einführung in die Bedienung der Bee-Bots. Gemeinsam wurde besprochen, welche Tasten es gibt, wie Bewegungen geplant werden und warum es wichtig ist, die Befehle in der richtigen Reihenfolge einzugeben. Schnell wurde klar, dass es dabei nicht nur ums Drücken von Knöpfen geht, sondern um vorausschauendes Denken und genaues Planen.

Entdeckungsrundgang durch die Stationen

Im Anschluss starteten die Kinder zu einem Rundgang, in dem zahlreiche Bodenmatten vorbereitet waren. Jede Matte bot andere Aufgaben und Herausforderungen. So konnten sich die Kinder zunächst einen Überblick verschaffen, bevor sie später in Kleingruppen von Station zu Station wechselten.

Vielfältige Bodenmatten mit spannenden Aufgaben

Besonders beliebt war die Zoostation. Hier schlüpfte der Bee-Bot in die Rolle eines Zoowärters und musste gezielt zu den verschiedenen Tiergehegen gesteuert werden.

Auf der Buchstabenmatte waren alle Buchstaben des Alphabets abgebildet. Mithilfe eines Buchstabengenerators auf dem iPad wurde zufällig ein Buchstabe ausgewählt, zu dem der Bee-Bot anschließend programmiert werden musste.

Auf einer weiteren Matte mit vielen unterschiedlichen Tieren standen Quizfragen im Mittelpunkt. Ein Kind las die Frage vor, die Gruppe suchte gemeinsam das passende Tier und programmierte den Bee-Bot so, dass er dorthin fuhr. Besonders kommunikativ ging es dabei zu, denn jede Entscheidung wurde gemeinsam besprochen.

Große Begeisterung löste auch die Matte mit verschiedenen Motiven wie Mond, Weltall, Strand, Taucher oder Rakete aus. Hier lauteten die Aufgaben zum Beispiel, drei Bilder in einer bestimmten Reihenfolge anzufahren. Genaues Überlegen und Absprechen war dabei gefragt.

Ein Highlight war die Fußballmatte. Mit einem speziellen Aufsatz konnte der Bee-Bot einen Ball ins gegnerische Tor schieben. Diese Station war sehr begehrt.

Lernen mit Geografie und Kreativität

Auf den geografischen Matten, einer Europakarte und einer Deutschlandkarte, begaben sich die Bee-Bots auf Reisen. Mithilfe von Länder- oder Städtekarten suchten die Kinder Ziele, programmierten den Weg dorthin und setzten die Reise anschließend mit einer neuen Karte fort. So wurden spielerisch geografische Kenntnisse vertieft.

Kreativität stand an einer weiteren Station im Vordergrund. Die Kinder steckten auf einer Holzplatte selbst einen Parcours ab und ließen den Bee-Bot diesen anschließend durchfahren. Dabei entstanden ganz unterschiedliche Strecken, die immer wieder angepasst und verbessert wurden.

Auf der Wimmelbildmatte „Am See“ mussten kleine Bildausschnitte gefunden werden. Anschließend wurde der Bee-Bot so programmiert, dass er genau zu dieser Stelle fuhr. Weitere Matten zeigten Tiere, Meerestiere, Obst sowie eine Weltkarte mit Tieren und ihren Lebensräumen. Hier entstanden kreative Aufgaben wie etwa eine Reise des Eisbären zum Känguru.

Arbeiten in Kleingruppen

Die Kinder arbeiteten während des gesamten Workshops in Kleingruppen. Dabei wurden wichtige Kompetenzen gefördert, die eng mit Robotik verbunden sind. Teamfähigkeit, gegenseitige Rücksichtnahme, Kommunikation und gemeinsames Problemlösen standen ständig im Mittelpunkt. Die Gruppen wechselten regelmäßig die Matten, sodass jedes Kind viele unterschiedliche Aufgaben kennenlernen konnte.

Was Bee-Bots besonders macht

Bee-Bots sind kindgerechte Lernroboter, die ohne Bildschirm programmiert werden können. Sie eignen sich besonders gut für den Einstieg in informatisches Denken, da Befehle sichtbar und nachvollziehbar bleiben. Gleichzeitig fördern sie logisches Denken, räumliche Orientierung und die Fähigkeit, Fehler zu erkennen und Lösungen zu finden.

Begeisterung, Konzentration und Kreativität

Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten mit großer Freude und Konzentrationsbereitschaft. Sie stellten sich eigene Aufgaben, probierten neue Wege aus und unterstützten sich gegenseitig.

Der Workshop machte nicht nur viel Spaß, sondern zeigte auch, wie Lernen durch aktives Tun und gemeinsames Entdecken gelingen kann.

Mit einer starken und überzeugenden Leistung nahm eine Schülermannschaft der Hartmann-Baumann-Schule am Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ im Bereich Tischtennis teil. Beim Kreisfinale musste das Team der HBS gegen gleich zwei Mannschaften der Schiller-Grundschule Walldorf antreten.

Die Spiele fanden in der benachbarten Turnhalle des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums statt und boten spannende Ballwechsel auf hohem sportlichem Niveau. Unsere Mannschaft zeigte von Beginn an große Konzentration, Teamgeist und spielerisches Können. Beide Begegnungen wurden souverän und eindeutig mit jeweils 5:0 Punkten gewonnen. Damit ließ das Team keinen Zweifel an seiner Überlegenheit und setzte sich verdient durch.

Durch diese hervorragenden Ergebnisse qualifizierte sich die Mannschaft der Hartmann-Baumann-Schule für die nächste Runde des Wettbewerbs. Dieser Erfolg ist nicht nur ein Beleg für die starke Leistung der Spielerinnen und Spieler, sondern auch für ihr engagiertes Training und ihren großen Einsatz.

Betreut wurde die Mannschaft von Roland Wolff vom Hockenheimer Tischtennisverein TTC Hockenheim e.V., dem für seine fachkundige Unterstützung und Motivation ein besonderer Dank gilt.

Die Hartmann-Baumann-Schule gratuliert der Schülermannschaft herzlich zu diesem sportlichen Erfolg und wünscht viel Erfolg für die kommenden Spiele. Wir sind stolz auf euch!

In der Hockenheimer Tageszeitung wurde dazu am 15.01.2026 ein Artikel veröffentlicht: Jugend trainiert für Olympia Tischtennis 15.01.2026

Im evangelischen Religionsunterricht der Klassen 4a und 4b der Hartmann-Baumann-Schule stand in diesem Schuljahr die Sternsingeraktion 2026 unter dem Motto „Schule statt Fabrik“ im Mittelpunkt.

Zu Beginn setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit dem biblischen Text über die Heiligen Drei Könige auseinander, die in der Bibel auch als Weise oder Sterndeuter bezeichnet werden. Die Kinder erfuhren, wie die Könige dem Stern folgten, Geschenke brachten und damit bis heute ein Zeichen von Hoffnung, Nächstenliebe und Solidarität setzen.

Wer sind die Sternsinger?

Anschließend wurden die Sternsinger genauer vorgestellt. Die Kinder lernten, was Sternsinger sind, woher diese Tradition stammt und warum Kinder jedes Jahr um den Jahreswechsel von Haus zu Haus ziehen.

Ein besonderer Fokus lag auf dem Segensspruch 20 C+M+B 26, der an viele Haustüren geschrieben wird. Die Buchstaben stehen für den lateinischen Segenswunsch „Christus mansionem benedicat“ – „Christus segne dieses Haus“. Gleichzeitig verweisen sie auf das Jahr 2026.

Persönliche Einblicke: Sternsinger aus der Klasse berichten

Zwei Kinder aus der Klasse berichteten von ihrem eigenen Einsatz als Sternsinger in Hockenheim. Sie erzählten von ihren Erlebnissen, vom gemeinsamen Singen, vom Sammeln der Spenden und davon, wie schön es ist, anderen Menschen eine Freude zu machen und gleichzeitig Kindern in Not zu helfen.

Filmische Eindrücke: „Willi in Bangladesch“

In einer weiteren Religionsstunde sahen die Klassen den Film „Willi in Bangladesch“, den Begleitfilm zur diesjährigen Sternsingeraktion.

Willi Weitzel, bekannt aus der Kindersendung „Willi wills wissen“, reist darin nach Bangladesch und zeigt eindrücklich die Lebensbedingungen von Kindern, die dort arbeiten müssen, anstatt zur Schule zu gehen.

Kinderarbeit am Beispiel von Tazim

Im Film begleitet Willi unter anderem den 12-jährigen Tazim. Tazim arbeitet täglich von 7.00 Uhr bis 18.00 Uhr in einer Werkstatt, in der Aluminiumtöpfe hergestellt werden. Dabei arbeitet er barfuß, ohne Schuhe, was eine große Verletzungsgefahr mit sich bringt.

Für 11 Stunden Arbeit verdient er am Tag 200 Taka, das sind umgerechnet etwa 1,50 Euro.

Mit zehn Jahren musste Tazim anfangen zu arbeiten. Zuvor ging er zur Schule, doch seine Familie ist so arm, dass sie auf sein Einkommen angewiesen ist. Heute kann er nur seinen Namen schreiben und auch nur wenig lesen.

Kinderarbeit weltweit – Zahlen und Ursachen

Der Film macht deutlich, dass Tazims Schicksal kein Einzelfall ist. Weltweit müssen rund 160 Millionen Kinder arbeiten, meist aus Armut.

Gründe dafür sind unter anderem:

  • Krankheiten der Eltern durch die sie nicht arbeiten und kein Einkommen erzielen können
  • Zu niedrige Löhne
  • Kriege
  • Die Folgen des Klimawandels wie Dürre

Reichtum und Armut sind weltweit sehr ungleich verteilt.

Hoffnung durch Hilfe: Die Arbeit von ARKTF

Im Mittelpunkt der diesjährigen Sternsingeraktion steht die Organisation ARKTF, eine Stiftung in Bangladesch, die sich für arbeitende Kinder einsetzt.

Die ARKTF-Stiftung

  • ermöglicht Kindern den Schulbesuch,
  • stattet sie mit Schulmaterialien aus,
  • versorgt sie mit Kleidung und
  • geht direkt in Betriebe, um dort arbeitende Kinder anzusprechen und ihnen Hilfe anzubieten.

Wie wirkungsvoll diese Unterstützung ist, zeigt das Beispiel der 12-jährigen Nour, die im Film vorgestellt wird.

Vier Jahre lang konnte sie nicht zur Schule gehen. Dank der Hilfe von ARKTF besucht sie nun wieder den Unterricht und hat neue Zukunftsperspektiven.

Die Spendengelder der Sternsinger kommen direkt dieser wichtigen Arbeit zugute.

Ein sichtbares Zeichen der Solidarität

Zum Abschluss der Unterrichtseinheit erhielten alle Kinder ein Segensarmband der Sternsinger mit dem Spruch „Segen bringen, Segen sein.

Das fair gehandelte Armband aus ist ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit Kindern weltweit. Die Segensbändchen erscheinen jedes Jahr in neuen Farben – 2026 in Gelb und Rot.

Wer mehr wissen möchte

Wer sich noch eingehender informieren möchte, dem empfehlen wir die Homepage des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ und das dort zur Verfügung gestellte Interview mit Willi Weitzel:

Interview mit TV-Reporter Willi Weitzel

1. Der erste Teil des Mottos der aktuellen Aktion Dreikönigssingen heißt ja „Kinderarbeit bekämpfen…“. Hast du Kinderarbeit in Bangladesch erlebt und gesehen?

2. Was sind die Gründe für Kinderarbeit?

3. Der zweite Motto-Teil heißt „…Bildung ermöglichen“. Wie funktioniert das?

4. Wie helfen die Sternsinger dabei, dass Kinder in die Schule gehen können?

5. Du hast viele Kinder getroffen, die arbeiten mussten, aber jetzt in die Schule gehen können. Welche Geschichte hat dich am meisten beeindruckt?

6. Wenn die Kinder kein Geld mehr verdienen, weil sie ja in die Schule gehen, woher kommt dann das Geld für die Familien?

7. Du hast dich auch mit einem Lehrer unterhalten und ihm von den Sternsingern erzählt, die in Deutschland von Tür zu Tür gehen. Was hat er dazu gesagt?

8. Welche Botschaft bringst du den Sternsingern aus Bangladesch mit?

9. Wie anstrengend ist Rikscha fahren? Und: Darf man eigentlich in einer fahrenden Rikscha stehen?

10. Was möchtest du den Sternsingerinnen und Sternsingern mit auf den Weg geben?

11. Für alle Kinder, die noch nicht Sternsingen gehen: Warum sollten sie es unbedingt mal ausprobieren?

Quellen

  • Bilder: Kindermissionswerk
  • Audio (Interview): Urte Podszuweit / Welterforscher Film und so weiter GmbH / Kindermissionswerk