Einen ganz besonderen Besuch erlebten die Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen der Hartmann-Baumann-Schule:
Die Kinderbuchautorin Iris Genenz war zu Gast und stellte ihr Buch „Mein geheimes Leben als Monsterjäger – Warum du niemals in einen Gully fallen solltest“ vor.

Jede Klasse erhielt ihre eigene Lesung. Dieses bewusste Konzept sorgte für eine intensive Atmosphäre und gab den Kindern viel Raum für Fragen, Mitmachen und eigene Ideen.
So wurde jede Lesung zu einem ganz persönlichen Erlebnis.

Eine echte Monsterjägerin und ihr Assistent
Schon beim Betreten des Raumes war klar, dass Iris Genenz an diesem Vormittag nicht nur als Autorin auftrat.
Gekleidet in einen blauen Monsterjäger-Overall und mit einer speziellen Monsterjäger-Brille, mit der man magische Auren erkennen kann, stellte sie sich den Kindern als echte Monsterjägerin vor. Monsterjäger arbeiten allerdings nicht allein.
Deshalb war auch ihr Mann Dimo dabei, ihr Assistent, ebenfalls im Overall, der an die Monsterjäger aus Ghostbusters erinnerte.
Monsterjäger / Monsterjägerin gesucht
Statt direkt aus dem Buch vorzulesen, führte Iris Genenz die Kinder zunächst in den anspruchsvollen Beruf einer Monsterjägerin ein.
Viele Menschen glauben heute ja nicht mehr an Monster, erklärte sie. Doch das sei ein großer Irrtum. Monster gebe es sehr wohl.
Und da dringend Nachwuchs gebraucht werde, fragte sie die Kinder, wer sich vorstellen könne, Monsterjäger oder Monsterjägerin zu werden.
Zwar warnte sie davor, dass es weder Wochenenden noch Feierabende gebe, doch das hielt kaum jemanden zurück. Fast alle Hände gingen nach oben.
Ein Wobbelbobbler in der Schule
Dann lüftete Iris Genenz ein Geheimnis: In der Hartmann-Baumann-Schule lebe ein Monster. Sie habe es auf der Toilette entdeckt.
Sein bestialischer Gestank und seltsame Geräusche hätten es verraten. Es handle sich um einen sogenannten Wobbelbobbler.
Dieses Monster hat Blasen auf der Haut, die, wenn sie platzen, für einen üblen Geruch sorgen. Einen Geruch, den jedes Kind nur allzu gut kennt.
Mit einem Augenzwinkern erklärte sie, der Wobbelbobbler habe sich in der Schule eingenistet. Doch Entwarnung folgte sofort. Als erfahrene Monsterjägerin habe sie ihn bereits gefangen.
Zum Beweis lief ihr Assistent durch die Reihen und zeigte ein Glas mit einem schleimigen, geschrumpften Monster darin.
Die Kinder schmunzelten und beugten sich neugierig vor, um einen Blick auf das eingefangene Monster zu erhaschen.
Wie Monster gefangen werden
Wie man Monster fängt, erklärte Iris Genenz, hänge immer vom jeweiligen Monster ab. Auf ihre Frage, wie man wohl einen Wobbelbobbler fangen könne, sprudelten die Ideen der Kinder nur so hervor.
Dabei machte sie deutlich, dass alle Monster Lebewesen seien. Sie dürfen eingefangen werden, dabei aber keinen Schaden nehmen.
Beim Wobbelbobbler helfe eine Nadel. Mit ihr sticht man in seine Blasen. Da er keinen Schmerz empfindet, fällt er einfach zusammen, wird ganz klein und kann sicher eingefangen werden.
Charly fällt in den Gully … und das Abenteuer beginnt

Charly ist ein ganz normaler Junge, bis er an Halloween durch ein Missgeschick in ein Abenteuer gerät. Auf dem Weg zu einer Halloween-Party fällt er in einen Gully und kommt dabei mit einer geheimnisvollen, magischen Substanz in Berührung.
Kurz darauf begegnet er Béron und Epona, zwei Monsterjägern aus einer anderen Welt, die nur an Halloween durch ein Portal in die Menschenwelt gelangen.
Zunächst halten sie Charly für ein magisches Wesen, doch schnell wird klar, dass er etwas Besonderes ist.
Er hat ein ungewöhnliches Gespür für Monster, begegnet ihnen ohne Angst und geht selbst mit gefährlichen Kreaturen erstaunlich ruhig um. Beeindruckt von seinem Talent nehmen ihn die Monsterjäger in ihre Obhut und führen ihn in ihre Arbeit ein.
Schritt für Schritt wird Charly Teil der Monsterjäger und hilft dabei, Monster aufzuspüren und sicher in ihre Welt zurückzubringen.
Der Nachtschreck wird erschreckt

Iris Genenz las nun die spannende Passage vor, in der Charly dem Nachtschreck begegnet. Dieses Monster kann man nicht einfach festhalten oder schrumpfen lassen.
Nachtschrecke müssen selbst erschreckt werden. Erst dann werden sie kleiner. Sechs Kinder durften diese Szene begleiten, indem sie an genau festgelegten Stellen auf einen Knopf drückten, der die passenden Geräusche erzeugte.
Als im Text zu hören war:
„Er gab ein fiependes Geräusch von sich, wie ein Ballon, aus dem die Luft rausgelassen wurde, und schrumpfte zusammen“,
ertönte zeitgleich ein täuschend echt klingendes Geräusch, das die Szene für einen Moment lebendig werden ließ.“
Die Kinder fieberten mit, bis der Nachtschreck schließlich auf die Größe einer Katze geschrumpft war und eingefangen werden konnte.
Das Klassenmonster entsteht

Anschließend war Kreativität und Fantasie gefragt. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern entstand zum Beispiel das Klassenmonster der Klasse 4a.
Die Kinder bestimmten Schritt für Schritt, wie es aussehen sollte. Iris Genenz setzte die Ideen zeichnerisch um.
So bekam das Monster einen Stierkopf, Hasenzähne, eine Katzenpfote, Hasenbeine, Adlerflügel und ein Ringelschwänzchen. Natürlich brauchte das Monster auch einen Namen. Ein Schüler taufte es „Das It“.

Jedes Monster kann etwas, erklärte Iris Genenz. Welche besonderen Fähigkeiten „Das It“ haben sollte, entwickelte sie gemeinsam mit den Kindern:
Es kann fliegen, da es Flügel habe, auf Hochhäuser springen und wie ein Rammbock rammen.
Zum Schluss musste die Klasse noch festlegen, wie man dieses Monster einfangen könne, also was seine besondere Schwachstelle sei. Die Lösung war schnell gefunden: Mit Karotten.
Monsterjäger-Prüfung bestanden

Zum Abschluss setzte Iris Genenz ihre Monsterjäger-Brille auf. Mit ihr könne sie erkennen, welche Kinder den sogenannten magischen Funken hätten.
Ob aus den Schülerinnen und Schülern tatsächlich Monsterjäger geworden waren, zeigte die letzte Prüfung.
Das Schatzmonster Egon hatte eine Truhe mit einem Zahlenschloss bewacht. Drei Fragen mussten beantwortet werden, die Antworten ergaben in der richtigen Reihenfolge den Zahlencode.
Die Kinder hatten aufmerksam zugehört und knackten den Code ohne Probleme. Die Monsterjäger-Prüfung war bestanden. Als Belohnung gab es Autogrammkarten.
Fragen an die Autorin

Den Abschluss bildete eine ausgiebige Fragerunde, die die Kinder eifrig nutzten.
Sie wollten wissen, wie lange Iris Genenz an dem Buch geschrieben habe. Sechs Monate, lautete ihre Antwort, wobei die Zeit für das Erfinden der Geschichte noch hinzukomme.
Auch die Frage, ob sie mit Stift oder PC schreibe, wurde gestellt. Mit dem Stift sei es kreativer, erklärte sie, geschrieben habe sie das Buch jedoch am Computer, da der Verlag eine digitale Vorlage benötige.
Auf die Frage, wie ein Buch veröffentlicht werde, erzählte sie, dass eine Literaturagentur dabei helfen könne, den Kontakt zu Verlagen herzustellen.
Danke an Frau Gansler

Die Lesungen wurden in enger Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Gansler organisiert, die die Schule seit Jahren bei solchen Veranstaltungen unterstützt.
Frau Gansler hatte einen liebevoll gestalteten Büchertisch mit einer Auswahl an Büchern von Iris Genenz aufgebaut.
Viele Kinder nutzten die Gelegenheit, ein Buch zu kaufen und es sich direkt signieren zu lassen.

























